Große Künstler der Renaissance 1


Donatello und die Entstehung der Renaissanceplastik
Der berühmteste Kunsttheoretiker der Frührenaissance, Leon Battista Alberti, rief den Wettstreit mit „den Alten“ aus: Man wollte die antiken Meister nicht nur imitieren, sondern sie sogar übertreffen. Donatello war als gefeierter Florentiner Bildhauer und Bronzeplastiker jedem der großen Aufträge, die man ihm erteilte, gewachsen. Er nahm den Wettkampf an und schuf einige der berühmtesten Werke der Renaissance. Seine Schöpferkraft beeindruckte die Nachwelt bis auf den heutigen Tag. In unverwechselbarer Weise griff der Protegé der Medici das antike Ideal auf und schuf für Florenz und Padua Hauptwerk um Hauptwerk. Mit diesem großen Meister beginnt die Geschichte der Renaissanceplastik und zu keiner Zeit gab es auch nur den geringsten Zweifel an seiner epochalen Bedeutung für die Kunstgeschichte.   

Sandro Botticelli – Ideal und Geist der florentinischen Renaissance
Kaum ein Künstler wurde so zum Symbol der florentinischen Renaissance wie Sandro Botticelli. Mit der „Geburt der Venus“ und der „Primavera“ aus den Uffizien wurden gleich zwei seiner Hauptwerke weltberühmt.  Die unvergleichliche Eleganz dieses Meisters und sein kultivierter Linienkult lassen Kunstfreunde aus der ganzen Welt in Scharen nach Florenz reisen. Botticelli stand in enger Verbindung zur Neoplatonischen Akademie in Florenz und auch zu den Medici, die ihn förderten. Neben seinen Werken zur antiken Mythologie schuf der Ausnahmemeister auch bedeutende Sakralgemälde und Fresken wie jene in der Sixtinischen Kapelle. Seine Illustrationen zu Dantes göttlicher Komödie sind nicht weniger berühmt.

Leonardo da Vinci - das Universalgenie der Renaissance
Leonardo (1452-1519) gilt unter den großen Künstlern der europäischen Kunstgeschichte als das Universalgenie (uomo universale) der Renaissance: Als Maler, Bildhauer, Architekt, begnadeter Zeichner, Ingenieur und Naturforscher widmete er sein Erkenntnisstreben auf den Stationen seines bewegten Künstlerlebens (Florenz, Mailand, Mantua, Frankreich) allen Themen menschlichen Interesses. Als einer der größten Maler überhaupt schuf er weltberühmte Werke wie das „Abendmahl“ (Mailand) oder die „Mona Lisa“ und die „Anna Selbdritt“ (beide im Pariser Louvre). Nicht zuletzt auf der Rätselhaftigkeit mancher Werke und der Weite seiner kunsttheoretischen Reflexionen, die von seinen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu trennen sind, beruht die magische Faszination des geheimnisvollen Meisters, die bereits seine Zeitgenossen erfasst hatte. Im Kurs wird die verschlungene Biographie des weltberühmten Künstlers dargestellt und die Ursachen der ungebrochenen Faszination aufgezeigt.

Michelangelo - der „Göttliche“
Schon die Zeitgenossen des Renaissancegenies sprachen vom „divino“ – dem „Göttlichen“ - und bestaunten dessen Universalität und schier übermenschliche Schaffenskraft: Bildhauer, Maler, Architekt, Dichter, Festungsbaumeister und Ingenieur – alles was dieser „Titan“ anpackte, schien grandios zu werden. Sein sperriger Charakter und die einschüchternde aber beeindruckende Ausstrahlung des gleichermaßen selbstbewussten wie selbstquälerischen Großmeisters verbreitete auch stets ein wenig Furcht und seine heftigen Auseinandersetzungen mit Papst Julius II. bei der Gestaltung der Deckenfresken der Sixtina sind legendär. Kaum ein Künstler hat über Jahrhunderte hinweg so folgenschwer gewirkt wie er. Mit ihm schien in der Kunst alles anders geworden zu sein. Die Aura der „Piéta von St. Peter“, der Kuppel des Petersdomes und der sixtinischen Fresken wie auch viele weitere seiner Werke lassen seit Generationen die Besucher ehrfürchtig erschaudern. Im Kurs werden die zentralen Aspekte der Bedeutung des Michelangelo für die Kunst seiner Zeit und die folgenden Epochen thematisiert und dargestellt.


Das Studium generale an der vhs Waldkraiburg bietet Ihnen ein verständliches Überblickswissen über ausgewählte wissenschaftliche Disziplinen mit relevantem Bezug zur Gegenwart. Aktuelle gesellschaftliche Trends können im Rahmen des Studium generale erklärt und analysiert werden. Grundlagen und Grundbegriffe, Zusammenhänge und Fakten werden systematisch und aufeinander aufbauend vermittelt.
Exkursionen und Sonderthemen werden begleitend dazu angeboten.
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4 Nachmittage, 23.11.2018, - 14.12.2018,
Freitag, wöchentlich, 15:30 - 17:30 Uhr
4 Termin(e)
Dr. phil. Stefan Schmitt
G12048
vhs Kurszentrum, Graslitzer Str. 17, 84478 Waldkraiburg, Florenz, 2. OG
Kursgebühr:
44,00
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