Positivismus vom säkularen Wissenschaftskult bis heute neu
Ein Unterstützer der Positivismustheorien: Auguste Comte († 1857)
Positivismus ist eine wissenschaftliche Methode, die sich seit dem 19. Jahrhundert von allen metaphysischen Spekulationen befreit der „positiven“ Erforschung der Fakten widmet. Gott, Religiosität, Spiritualität und Transzendenz sind aus der Forschung verbannt. Man fragt nicht mehr nach dem Sinn des Seins, sondern es werden systematisch Daten gesammelt und die Welt und ihre Phänomene geraten zu immer wieder neuformulierten Modellen. Der Positivismus entwickelte sich über einen Kult der Wissenschaft schnell zu einer säkularen Religion im Sinne der Fortschrittsideologie der Aufklärung. Aber auch in der neuen „Wissenschaftsreligion“ kam es bald zu Krisen und Kontroversen. Mittlerweile muss die Wissenschaft über alle Fächer hinweg im Zeitalter der „fake news“ gegen die dramatisch wachsenden antiaufklärerischen Tendenzen und Ideologien um ihre Akzeptanz kämpfen.
Das Studium generale an der vhs Waldkraiburg bietet Ihnen ein verständliches Überblickswissen über ausgewählte wissenschaftliche Disziplinen mit relevantem Bezug zur Gegenwart. Aktuelle gesellschaftliche Trends können im Rahmen des Studium generale erklärt und analysiert werden. Grundlagen und Grundbegriffe, Zusammenhänge und Fakten werden systematisch und aufeinander aufbauend vermittelt.
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